Kleiner Hochzeitsknigge

Niemand möchte steife Umgangsformen pflegen. Dennoch gibt es ein paar Regeln, die immer aktuell sind, denn guter Stil wird nie unmodern. Gerade als Gastgeber einer Hochzeit können Sie nur davon profitieren, wenn Sie wissen, wie man in welcher Situation eine gute Figur abgibt. In unserem Hochzeitsknigge haben wir 7 Tipps für Ihre Hochzeit zusammengestellt.

Die Begrüßung der Gäste

Foto: Hochzeit mit Wilvorst

1. Die Begrüßung der Gäste

Bei einer standesamtlichen Trauung treffen sich das Brautpaar und seine Gäste vor dem Trauort. Dort begrüßt das Brautpaar die Ankommenden ganz persönlich. Danach schreitet die Festgesellschaft mit dem Brautpaar an der Spitze zur Trauung. Bei einer größereren Gesellschaft (ab 30 Personen aufwärts) kann die Begrüßung auch nach der Trau-Zeremonie stattfinden. Bei einer kirchlichen Trauung finden sich die Gäste oft zuerst in der Kirche ein und erst nach der Trauung ist die Gelegenheit, sich vor dem Gotteshaus zu begrüßen. Meist geht dies Hand in Hand mit der Gratulation.

2. Pünktlichkeit ist das A und O

Das Brautpaar sollte an seinem Ehrentag nicht auf den letzten Drücker erscheinen, auch wenn es aufgeregt ist und nichts vergessen möchte. Die Festgesellschaft warten zu lassen ist kein guter Beginn für eine Hochzeit. Es macht nicht nur keinen guten Eindruck, auch die Standesbeamten sind nicht erfreut. Meist haben diese wenig Spielraum bei Verspätungen, wenn mehrere Trauungen nacheinander an einem Tag durchgeführt werden.

3. Die richtige Sitzordnung zur Trauung

Falls nicht ein Zeremonienmeister die Leitung hat und Plätze zuweist, gibt es eine einfache Regel: Die Eltern und Geschwister des Brautpaares sowie die Trauzeugen sitzen in der ersten bzw. zweiten Reihe. Danach folgen Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen und Cousins. Nach der entfernteren Verwandtschaft platzieren sich die Freunde, Kollegen und Bekannte des Brautpaares auf den weiteren Stuhlreihen bzw. Kirchenbänken.

4. Die Dress-Etikette

Festliche Kleidung gilt zur Hochzeit als Selbstverständlichkeit. Dabei gibt es die Regel, dass die Gäste nicht eleganter oder auffälliger als das Brautpaar gekleidet sein sollten. Bei den Frauen bleibt die Farbe weiß der Braut vorbehalten. Die Männer dürfen ihr Jacket am Hochzeitstag erst ausziehen, wenn der Bräutigam seines abgelegt hat.

5. Das wichtige Maß an Konversation

Neben der persönlichen Begrüßung der Gäste ist es üblich, dass Sie als Brautpaar mit jedem der Verwandten, Freunde und Bekannten eine, wenn vielleicht auch kurze Unterhaltung zu führen. So erweisen Sie Ihren Gästen Respekt und Ehre, deshalb haben Sie sie ja auch eingeladen.

6. Eine kurze Grußansprache

Nachdem alle Gäste ihren Platz aufgesucht haben, erheben sich Braut und Bräutigam und begrüßen die Festgesellschaft. Der Bräutigam sollte dafür einen kurzen Text vorbereiten. Mit wenigen Sätzen dankt das Brautpaar für das Erscheinen der Gäste und wünscht allen ein schönes Fest. Darauf wird mit einem Glas Sekt angestoßen und die Festtafel eröffnet. Bei einem Büfett, dürfen Braut und Bräutigam als erste herantreten, danach folgen die Gäste.

7. Der Eröffnungstanz

Mit dem ersten Tanz, den das Brautpaar gemeinsam absolviert, wird der Partyteil der Hochzeit eingeleitet. Es reicht, wenn Braut und Bräutigam nur wenige Runden tanzen und sich dann ihren Eltern zuwenden. Das heißt, der Bräutigam fordert seine Schwiegermutter auf und die Braut ihren Schwiegervater. Nach ein, zwei Runden wird wieder erweitert mit den beiden verbliebenen Elternteilen. So geht es weiter, bis die Tanzfläche voll ist. Fehlt ein Elternteil, kann natürlich auch ein Freund einspringen.