Mokume Gane Trauringe – garantiert einzigartig

Exotisch klingt das Zauberwort und steht für einen Trend für Trauringe, dem eine Jahrhunderte alte Tradition aus Japan zugrunde liegt. Frei übersetzt heißt Mokume Gane Holzmaserung in Metall und bezeichnet damit sehr treffsicher die Optik des edlen Materials, das Basis für den unverkennbaren Stil dieser Trauringe ist.

Inhaltsbild
Inhaltsbild
Inhaltsbild

© mvh-schmuckwerk.de © edelmetallschmied.de © moritz-goldstein.de

 

Eine alte Schmiedetechnik – wiederentdeckt für Trauringe von heute

Die aufwendige Schmiedetechnik, die etwa auf das Jahr 1600 zurückgeführt wird, war viele hundert Jahre lang auf den japanischen Raum beschränkt. Ein Grund dafür bestand darin, dass sich Japan abgeschottete und seine Techniken und Bräuche unter Verschluss hielt. Außerdem stand Mokume Gane traditionell für die Fertigung von Samurai-Schwertern.
In den 1960er Jahren machten sich nordamerikanische Metallgestalter daran, diese alte Technik wieder zu entdecken und darauf aufbauend für das Schmuckhandwerk inklusive Trauringe weiter zu entwickeln. Sie hatten das Ziel der Neuorientierung, wollten die Eigenständigkeit im Schmuckdesign stärker in den Vordergrund rücken und eine Abkehr von Massenprodukten z.B. auch für Trauringe anstoßen.

Vielschichtige Technik – mustergültige Trauringe

Das Ausgangsmaterial für den Block, aus dem am Ende der Ring geschmiedet wird, sind dünne Bleche. Sie bestehen aus unterschiedlichen Metallen, die ähnliche Verformungseigenschaften aufweisen müssen. Die Stabilität der Schichtung wird davon maßgeblich beeinflusst. Der farbliche Kontrast der einzelnen Bestandteile ist ganz entscheidend für das spätere Erscheinungsbild des Musters.
Der geschmiedete Block wird mit unterschiedlichen Schmiede-, Gravier- und Ätztechniken so bearbeitet, dass Muster der unterschiedlichsten Art entstehen können.

Inhaltsbild
Inhaltsbild
Inhaltsbild

© mvh-schmuckwerk.de © edelmetallschmied.de © moritz-goldstein.de

 

Aufwendige Bearbeitung der Trauringe

Mokume Gane bedeutet auch eine intensive Weiterbearbeitung des geschmiedeten Materials für Trauringe. Das Punzieren der Rückseite ergibt zum Beispiel die Wurzelholzoptik oder auch das Augenmuster. Seitliches Abtragen von schmalen Blöcken in Längsrichtung lässt eine Holzmaserung bei Trauringen entstehen. Grafische Muster werden von oben in den Block eingraviert bzw. gefräst, ausgeschmiedet und bei Bedarf nachgezogen. Hier werden zumeist nur die obersten Schichten angeschnitten. Durch diesen aufwendigen Fertigungsprozess entwickeln sich Trauringe in einzigartiger Optik – jeder für sich ein Einzelstück, unverwechselbar und eigenständig. Die Exklusivität des Designs ist in einer nach Individualität dürstenden Gesellschaft, einer der Gründe, dass Mokume Gane für Trauringe wieder neu entdeckt wurde.
Seit etwa 2004 wird diese Technik, gerade für Trauringe, verstärkt auf dem deutschen Markt angeboten. Aufgrund der zeitintensiven Verarbeitung ist Mokume Gane eine sehr spezialisierte Form der Herstellung für Trauringe.