Festliche Anzüge – was trägt Mann wann

Zur Hochzeit kann der Bräutigam einen Hochzeitsanzug tragen. Doch es gibt noch weitere elegante Anzüge für festliche Gelegenheiten. Hier finden Sie vom Frack über den Cut bis zum Smoking eine Übersicht für alle gesellschaftlichen Anlässe.

Festliche Anzüge

Foto: Hochzeit mit Wilvorst

Die beliebtesten Anzüge für den Mann

Hochzeitsanzug

Der klassische Hochzeitsanzug besteht aus Sakko und Hose mit der Erweiterungsmöglichkeit der Weste. Zumeist sind diese Teile des Anzuges aus demselben Obermaterial gefertigt. Die Jacke kann dabei zwischen ein- oder zweireihiger Knöpfung variieren.
Die Weste zeigt sich entweder farbgleich mit Jacket und Hose oder wird als Kontrast zum Anzug getragen. In jedem Fall wirkt ein Hochzeitsanzug mit Weste festlicher. Schleife oder Plastron (breite Krawatte) machen das Hochzeitsoutfit komplett.

Anlass: Hochzeiten aber auch festliche Anlässe jeglicher Art.

Stil: Die modische Alternative zum Smoking ist der Hochzeitsanzug. Generell werden die Weste und die Accessoires farblich auf das Brautkleid abgestimmt.

Farbe: Von hellen frischen Farb-Colorits bis hin zu dunklen Farbtönen.

Foto: digel

Smoking

Ein ganz wesentliches Merkmal für diesen Anzug ist die Kragenform, die in Spitzfaçon (Revers zeigt nach oben) oder in Schalfaçon (abgerundeter Kragen) auftritt. Das Revers ist mit Seitensatin oder Rips-Seide besetzt, ebenso wie die Knöpfe. Die Jackettaschen treten beim Smoking als Paspeltaschen ohne Klappe in Erscheinung. Die Smokinghose erkennt man an einem einfachen Seitensatinstreifen an der äußeren Beinnaht. Es gibt keine Gürtelschlaufen, der Bund kann mit innen liegendem Gummizug bzw. Hosenträgern gehalten werden. Ein Kummerbund, ein breites Stoffband, das um den Bauch gebunden wird, lässt den Smoking sehr „gentlemanlike“ aussehen.

Anlass: Festliche Abendveranstaltungen ab 18 Uhr wie Bälle, Opern, Theater, Konzerte oder auch Hochzeiten.

Einladungshinweis: „Black Tie“ oder „Cravate Noire“

Stil: Ein Smonking wird ein- oder zweireihig getragen. Mit Schalkragen sollte eine Weste oder ein Kummerbund, ein weißes Hemd und eine Schleife kombiniert werden. Alternativ kann man auch auf eine Weste aus Seidensatin zurückgreifen.

Farbe: Schwarz oder Blauschwarz

Foto: Hochzeit mit Wilvorst

Cut

Der Cutaway ist ein festlicher Anzug für den Tag und wird deshalb nur bis 18 Uhr getragen. Der Schnitt orientiert sich am Gehrock und hat einen runden Abstich. Dazu wird eine schwarz-grau gestreifte Stresemann-Hose getragen. Eine hellgraue oder farbige Weste, ein weißes Kragenhemd und eine silbergraue Krawatte vervollständigen das elegante Erscheinungsbild. Ein grauer Zylinder und eine weiße Chrysantheme im Knopfloch werden traditionell von den stilbewussten Herren bei einer Hochzeit getragen.

Anlass: Hochzeiten, Standesamt, Empfänge, Pferderennbahn

Einladungshinweis: „Black Tie“ oder „Cravate Noire“

Stil: Der „Frack des Tages“ ist ein Cut sozusagen. Er präsentiert sich immer einreihig, mit steigendem Revers. Die Schöße sind, anders als beim Frack, vom Schließknopf an bogenförmig nach hinten geschnitten.

Farbe: Schwarz oder Anthrazit

Foto: Hochzeit mit Wilvorst

Frack

Der nobelste Anzug, der nur ab 18.00 Uhr getragen wird, gilt als offizielle Bekleidung für festliche Anlässe. Markantestes Merkmal sind die langen Frackschöße am Rückenteil. Von vorn ist die Jacke taillenkurz geschnitten und wird immer offen getragen. Die Revers sind spitz zugeschnitten und mit glänzendem Satin besetzt.
Die Frackhose hat keine Aufschläge und wird mit Hosenträgern getragen. An den Seitennähten der Hose sind sogenannte Galons (Seidenbänder) angebracht.

Anlass: Galadinner, Staatsempfänge sowie Theaterpremieren und Hochzeiten sind passenden Gelegenheiten. Der Hinweis auf der Einladung lautet in diesem Fall: „White Tie“

Stil: Ein Frack wird zweireihig getragen, aber nicht zugeknöpft. Markantes Merkmal für den Frack ist zum Beispiel das steigende Revers. Korrekt dazu: eine tief ausgeschnittene Weste und eine Schleife aus weißem Piqué. Außerdem gehört dazu ein Frackhemd mit steifer Piquébrust und Stehkragen.

Farbe: Schwarz

Foto: Hochzeit mit Wilvorst

Dinner-Jacket

Ein Dinner-Jacket wirkt immer elegant in Kombination mit einer Smokinghose und einem Smokinghemd. Das Dinner-Jacket ist ein Klassiker für gesellschaftliche Anlässe während des Tages oder bei festlich inspirierten Terminen (Festessen).

Anlass: Cocktailparties, legere Hochzeiten, elegante Sommerfeste und Empfänge auf Kreuzfahrten

Stil: Das Dinner-Jacket ist gewissermaßen die „Outdoor-Version“ des Smokings. Es präsentiert sich einreihig, mit Schalkragen und Paspeltaschen. Das Dinner-Jacket ist am besten zu kombinieren mit abgestimmter Schleife und Einstecktuch.

Farbe: Ecru

Hinweis: Tragen Sie keine weißen Strümpfe bei offiziellen Anlässen.

Foto: Hochzeit mit Wilvorst

Long Sakko

Etwas länger geschnittenes Sakko, dass sich durch kürzere Revers und längere Verschlussvarianten mit 3 oder 4 Knöpfen vom herkömmlichen Jacket unterscheidet. Die Klappentaschen sind leicht schräg angesetzt und unterstreichen damit die schlanke und elegante Silhouette. Das Longsakko kann auch nach der Hochzeit sehr gut bei gesellschaftlichen Anlässen getragen werden, denn es wirkt modern und jung.

Anlass: Halboffizielle Anlässe wie Hochzeiten, Vernissagen und Geschäftseröffnungen etc.

Stil: Das Longsakko präsentiert sich einreihig, mit oder ohne Weste. Die dazugehörige Hose hat keinen Umschlag. Die  Krawatte passt dazu in silbergrau, uni oder sehr dezent gemustert. Zur Hochzeit erfolgt die farbliche Abstimmung der Accessoires auf das Brautkleid.

Farbe: Vornehmlich in Schwarz – jedoch auch in modischen Farben.

Hinweis: Ein Long Sakko verlangt nach einer gewissen Körpergröße, um gut zur Geltung zu kommen.

Foto: Hochzeit mit Wilvorst